Spaziergang zu den Ermordungsstätten von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

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Spaziergang zu den Ermordungsstätten von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Januar 15 @ 18:00

„Der Hauptfeind steht im eigenen Land“ Karl Liebknecht

Auch heute, 107 Jahre nach dem Tod von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, gehen wir wieder zu ihren Ermordungsstätten, um ihrer zu gedenken. Sie wurden auf Befehl der provisorischen Regierung, die nach der Novemberrevolution den Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik gestalten sollte, getötet. Weil sie sich für gesellschaftliche Veränderungen stark machten, für eine sozialistische Gesellschaft, für Menschlichkeit und für Frieden. Sie wurden ermordet, weil sie eine Stimme hatten, die gehört wurde, weil
sie den Herrschenden gefährlich wurden.
Und wir stellen fest: Auch heute steht der Hauptfeind im eigenen Land. Es ist die Regierung, die unsere Gesellschaft immer weiter militarisiert, mit massiver Aufrüstung, mit Propaganda statt sachlicher Informationspolitik, mit Wiedereinführung eines Kriegsdienstes, mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit, mit der Diskriminierung von Menschen, die für Frieden, gegen Völkermord, für Diplomatie und gegen Rüstungsexporte auf die Straße gehen. Es ist die Regierung, gegen die wir uns zur Wehr setzen müssen!
Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht starben für ihre Unbeugsamkeit und Aufrichtigkeit und sind Verpflichtung für uns, nicht kriegstüchtig zu werden, sondern widerständig zu bleiben.
Wir verlangen diplomatische Anstrengungen der deutschen Regierung für einen wirklichen Friedensplan zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine und den Völkermord an den Palästinensers. Wir fordern den Stopp von Waffenlieferungen. Wir wollen Abrüstung statt Aufrüstung und keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden. Deutschland darf nicht zur führenden Militärmacht in Europa werden. Die Regierung muss Abstand nehmen vom eingeschlagenen Kriegskurs. Zumindest die SPD sollte
doch endlich aus der Geschichte lernen!

„Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat.“ Rosa Luxemburg

Seit den 1980er Jahren ruft die Friedenskoordination Berlin jedes Jahr auf, sich am 15.1. gemeinsam am Ort der Inhaftierung und Misshandlung von Rosa und Karl im Hotel Eden
(heute Olof Palme-Platz) zu treffen, um gemeinsam dem letzten Weg der beiden zu folgen, den sie am 15. Januar 1919 gingen, bevor Rosa Luxemburg in den Landwehrkanal geworfen und Karl Liebknecht 650 Meter weiter am Neuen See erschossen wurde.

Mit Reden von Johannes Franck (Nein zur Wehrpflicht/linksjugend Solid) und Olivia Schmitt (Nein zur Wehrpflicht/SDAJ)
Kultur: Susanne Misere, IG Peng Chor, Peter Wittig, Schalmeienorchester Fritz Weineck (wenn das Wetter es zulässt)
Moderation: Jutta Kausch

1987 konnte das zweigeteilte Denkmal zur Erinnerung an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nach langen Bemühungen von Friedensgruppen im damaligen Westberlin (an denen sich damals auch die Falken und Jusos maßgeblich beteiligten), endlich errichtet werden. Gewinnen konnte man das Architektenehepaar Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte, die das Bild Westberlins mit dem von ihnen entworfenen ICC, Steglitzer Bierpinsel und U-Bahnhof Schloßstraße prägten wie kaum andere. Sie entwarfen das Denkmal und erhielten 1986 die Zustimmung im Berliner Abgeordnetenhaus, es aufzurichten.

Flyer

Details

  • Datum: Januar 15
  • Zeit:
    18:00

Veranstalter

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  • Datum: Januar 15
  • Zeit:
    18:00

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