AK Frieden zum 81. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Stellungnahme des AK Frieden der Berliner VVN- BdA e.V. zum 8. Mai 2026 – 81. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus

Der Schwur von Buchenwald:


„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

ist nur im östlichen Teil Deutschlands (der sowjetischen Besatzungszone) umgesetzt worden, in dem die Enteignung von Kriegsverbrechern und am Krieg verdienenden Firmen durchgesetzt wurde. Das entsprach dem Potsdamer Abkommen. Schon damals haben die westlichen Alliierten das Völkerrecht nur dann umgesetzt, wenn es ihren Interessen entsprach. Mit der gesellschaftlichen Umwälzung 1989/90 wurden in ganz Osteuropa die Machtverhältnisse zugunsten der reaktionären, revanchistischen, imperialistischen Kräfte verschoben.

Seit einigen Jahren erleben wir, dass die Interessen des Kapitals immer mehr mit Krieg und Gewalt durchgesetzt werden.

Der deutsche Militarismus erlebt eine Konjunktur, befördert durch die Politik der Regierungsparteien der letzten Jahrzehnte. Diese geht einher mit massivem Sozialabbau und der Entstehung einer neuen rechtsextremen Kraft, die AfD. Dieser Politik gilt unser Widerstand. Eine einseitige Konzentration auf die AfD ist nicht ausreichend und wird nicht dazu führen, die gesellschaftlichen Verhältnisse umfassend zu ändern. Dieses Ziel darf nie aus den Augen verloren werden.

Am 26. März 2026 fand im Kapitulations-Museum Berlin-Karlshorst unter dem Titel „Fremdes Gedenken – eigene Verantwortung? Sowjetische Ehrenmale und deutsche Erinnerungskultur“ eine Tagung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Museums Berlin-Karlshorst und des Ukrainischen Instituts in Deutschland statt.

Auf nachträgliche Anfrage zu Materialien antwortete das Museum Karlshorst:


„Die Veranstaltung … war als ein Colloquium, d.h. ein Gespräch angelegt. Es gab deshalb keine Manuskripte oder veröffentlichungsfähigen Texte. Eine Veröffentlichung von Texten ist auch nicht vorgesehen. Es gab ein paar Bild-Präsentationen, die ohne das gesprochene Wort nicht aussagefähig sind und deshalb nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben werden.“

Nicht an die Öffentlichkeit sollte kommen, dass es um die Umwidmung oder Beseitigung der sowjetischen Ehrenmale in der BRD ging. Eine Beseitigung der vielen Gedenkorte entspräche zwar dem Zeitgeist und der Russophobie, widerspricht aber den entsprechenden Festlegungen im 2+4-Vertrag.

Diesen geschichtsrevisionistischen Kräften ist durch Schaffung einer breiten Öffentlichkeit das Handwerk zu legen. Das ist nach Auffassung aller Freunde im AK Frieden und ein wichtiger Arbeitspunkt der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Dafür treten wir ein!

Arbeitskreis Frieden der Berliner VVN-BdA

Berlin, April 2026

akfrieden.vvnberlin2024@gmail.com


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