1968, My Lai: US-Soldaten ermorden über 500 unbewaffnete Zivilisten. Frauen, Kinder, Alte. Mitten im Massaker landet ein Hubschrauber. Der 18-jährige Bordschütze Larry Colburn sieht, was passiert. Er trifft eine Entscheidung: Er stellt sich zwischen die Täter und ihre Opfer. Mit geladener Waffe. Bereit, auf die eigenen Leute zu schießen. Kriegsverbrechen passieren nicht einfach. My Lai wurde 18 Monate lang geheim gehalten. Nur EIN Offizier wurde verurteilt – zu 3,5 Jahren Hausarrest. Die Soldaten, die retteten? Wurden 30 Jahre lang mehr oder weniger verachtet.
Die Fragen von 1968 sind die Fragen von 2026: Wie weit geht Befehlsgehorsam? Wann wird aus Mittäterschaft Mitschuld? Was kostet es, aufzustehen? Überall dieselben Mechanismen. Überall derselbe Reflex: „Das waren Einzeltäter.“ „Das war eine Ausnahme.“ Nein! Larry Colburn hat bewiesen: Es ist nicht kompliziert. Es ist nur schwer.
Der Film zeigt drei Generationen zwischen Krieg und Frieden: Larrys Vater war Soldat im 2. Weltkrieg und am D-Day in der Normandie, Larry selbst in Vietnam, My Lai – und sein Sohn Connor? Was sagt der zur Familiengeschichte, zum Soldatensein, zum Krieg? Ein aktueller Beitrag zur Diskussion, wie wir zum Wehrdienst stehen.
Nach dem Film ist Regisseur Christoph Felder für ein Gespräch da.
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