OHNE UNS LÄUFT NICHTS! – Aktivistische Perspektiven auf den Neukölln-Komplex – Gespräch & Diskussion
Der Neukölln-Komplex – Was kommt raus beim parlamentarischen Untersuchungsausschuss?
Jahrelang bemühten sich Betroffene und antifaschistische Initiativen um einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) zum sogenannten Neukölln-Komplex.
Dabei geht es um schwerste neonazistische Straftaten, Bedrohungen und Angriffe bis hin zu 23 schweren, zum Teil lebensgefährdenden Brandanschlägen gegen Menschen, die sich gegen Rassismus und Faschismus engagieren. Die Serie gipfelte in den Morden an Burak Bektaş und Luke Holland.
Trotz Hinweisen auf bekannte Neonazis wurde die Serie weitestgehend nicht aufgeklärt. Vielmehr fielen Beamt*innen von Polizei und Staatsanwaltschaft durch rassistische Taten oder Aussagen auf, gaben Daten an Neonazis weiter oder hielten Informationen über akute rechte Bedrohungen zurück.
Es waren Betroffene der Anschläge und Engagierte, die die Aufarbeitung maßgeblich vorantrieben.
Erst nach jahrelangem öffentlichen Druck wurde im Mai 2022 der PUA eingesetzt. Dieser sollte das Behördenversagen bei der faschistischen Anschlagsserie aufklären und Gegenstrategien entwickeln.
Im Juli 2025 beendete der PUA seine Beweisaufnahme und berät seither über seinen Abschlussbericht, dessen Veröffentlichung immer weiter nach hinten geschoben wird.
- Was ist der aktuelle Stand? Wie geht’s weiter?
- Was ist zu erwarten vom Abschlussbericht? Was wird drinstehen?
- Wie ist die Sicht der Betroffenen, der Beoachter*innen des Ausschusses und der Abgeordneten?
- Welche Forderungen gibt es?
- Ändert sich etwas? Wird es politische Konsequenzen geben?
- Was ist zu tun?
Darüber wollen wir sprechen mit
- Claudia v. Gélieu (als Aktivistin war sie Ziel der Neonazi- Anschlagserie),
- Caro Keller von NSU-Watch,
- einem Vertreter der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş,
- den Ausschuss-Mitgliedern André Schulze, Vasili Franco (Grüne) und Niklas Schrader (Linke).

